Versunkene Holler-Birnen {Birne / Holunder / Vanille}

ZfK_Holler_Birnen_Kuchen

Dieser Kuchen ist eine Hommage an meine Omi und für mich der Innbegriff des Herbstes! Zu dieser Jahreszeit stand bei meiner Omi regelmäßig eine Holunderbeeren-Suppe auf dem Tisch. Die tiefviolette Flüssigkeit umspielte kleine Inseln aus pochierten Birnenspalten und süßen Grießklößchen. Der herbe Duft des Holunders, verbunden mit der Süße von Birnen und Gries, zog durch das ganze Haus und lockte uns an den Tisch. Meine Mutter hat diese Tradition fortgesetzt und ich übertrage sie nun in meine Kuchenwelt. Die Birnen werden in Holundersaft pochiert und versinken anschließend in einem Grießteig. Klingt das nicht wunderbar?

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Holundersaft ist übrigens reich an Vitamin C und darum wunderbar für die oft nass-kalte Herbstzeit. Aber dem Holunder werden auch magische und mystische Eigenschaften nachgesagt: So sollen in Holunderbäumen, die oft nahe an Häusern wachsen, die guten Hausgeister wohnen. Na dann, wollen wir den Hausgeistern mal etwas Gutes tun, auf geht's - ran an den Holunder ;-)

Zutaten für den Teig

  • 160g Butter
  • 120g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL Orangenabrieb  
  • 3 Eier
  • 160g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 60g Grieß 
  • 60g gemahlene Mandeln
  • 100ml Milch

Zutaten für die Birnen

  • 4 Birnen (z.B. Williams)
  • 80g Zucker
  • 500ml Holunderbeerensaft (Muttersaft ohne Zusätze aus dem Reformhaus oder selbst gewonnen) 

Zubereitung

Am Abend vorher wasche ich die Birnen gründlich (vor allem der Stielansatz sollte sauber sein) und schäle sie anschließend. Mit einem Kugelausstecher entferne ich den Blütenansatz und das Kerngehäuse, so dass die Birne einen Hohlraum bekommt. Nun den Zucker karamellisieren und mit dem Holundersaft ablöschen. Den Saft aufkochen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Die vorbereiteten Birnen in den Saft geben und alles 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei die Birnen regelmäßig wenden. Die Hitze reduzieren und weitere 10 Minuten ziehen lassen. Den Herd komplett ausschalten und die Birnen über Nacht im Saft ziehen lassen. 

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Am nächsten Tag die Zutaten für den Teig bereitstellen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Die Birnen aus dem Sud holen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. 

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und eine Kastenform buttern und mit Mehl bestäuben. Ich lege zusätzlich einen schmalen Streifen Backpapier auf den Boden der Form, damit er sich leichter aus der Form holen lässt.

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Die Butter mit dem Zucker und der Vanille schaumig rühren. Die Eier einzeln hinzugeben und jeweils gründlich unterrühren. Die zimmerwarme Milch und ebenso wie die gut vermischten trockenen Zutaten unterrühren. Die Kastenform etwa 3 cm hoch mit Teig füllen. Nun die Birnen mit dem Stiel nach oben in den Teig drücken und den restlichen Teig vorsichtig um die Birnen verteilen. Den Kuchen ca. 60 Minuten backen im heißen Ofen backen. Eine Stäbchenprobe ist empfehlenswert: Dazu einen Schaschlikspieß in den Kuchen stechen und sofort wieder herausziehen. Wenn der Spieß trocken bleibt, ist der Kuchen gar und sollte aus dem Ofen geholt werden.

Den Kuchen einen Moment in der Form abkühlen lassen und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig erkalten lassen. Mit Puderzucker bestäubt servieren. Optisch ist der Kuchen durch die Birnen ein Hingucker. Vor allem, wenn man die Stücke nah an den Birnenstielen schneidet.

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Macht es euch gemütlich und lasst euch von dem wunderbaren Duft verführen. Eine gute (Kuchen-)Zeit wünscht euch eure Tine!